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Vergleich

Backofen mit Pizzastein oder elektrischer Pizzaofen: Ab wann sich der Extra-Ofen lohnt

Ein Pizzastein im Backofen verbessert den Boden, ändert aber nichts an der Höchsttemperatur: Ein Haushaltsbackofen kommt auf 250 bis 300 °C, ein elektrischer Pizzaofen laut Hersteller auf 400 bis 500 °C. Für Tiefkühlpizza, Blechpizza und gelegentliche Pizza reicht der Stein im Backofen. Wer regelmäßig frischen Teig mit hohem, geflecktem Rand will, braucht einen eigenen Ofen.

von der Redaktion aktualisiert am 22. Oktober 2026 5 Min. Lesezeit

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Auf einen Blick

Nimm den Pizzastein im Backofen, wenn du selten Pizza backst, wenig Platz hast oder vor allem Tiefkühl- und Blechpizza machst: kein neues Gerät, aber nur 250 bis 300 °C. Nimm einen elektrischen Pizzaofen, wenn du oft frischen Teig backst: Tischöfen wie der Ariete 909 erreichen laut Hersteller 400 °C, Hochtemperatur-Öfen wie der Unold Luigi 450 °C.

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Symbolbild: drei Backsteinplatten unterschiedlicher Farbe auf einem Leinentuch, ohne Ofen im Bild
Bild: KI-generiert (OpenAI)

Kurzurteil

Der Pizzastein ist die günstigste Verbesserung für Pizza aus dem Backofen. Er speichert viel Wärme und nimmt Feuchtigkeit aus dem Teig auf; die englischsprachige Wikipedia beschreibt den Effekt als Annäherung an einen gemauerten Ofen. Gegen eines kommt er aber nicht an: Der Backofen bleibt bei 250 bis 300 °C. Ein elektrischer Pizzaofen hat den Stein schon eingebaut und heizt ihn laut Hersteller auf 400 bis 500 °C.

Die Entscheidung hängt deshalb weniger am Stein als an der Frage, wie oft und welche Pizza du backst.

Der Vergleich auf einen Blick

KennwertBackofen mit PizzasteinTisch-Pizzaofen (z. B. Ariete 909)Hochtemperatur-Ofen (z. B. Unold Luigi)
Höchsttemperatur250–300 °Cbis 400 °C laut Herstellerbis 450 °C laut Hersteller
Hitze von obenGrill oder Oberhitze des BackofensHeizstab in der HaubeOberhitze getrennt regelbar
VorheizenStein braucht lange, laut Wikipedia teils 45 Minuten und mehretwa 10 Minuten laut Arieteautomatische Vorheizphase
Backzeit Pizza mit frischem Teigmehrere Minuten, je nach Rezept4–5 Minuten laut Arieteca. 2 Minuten laut Unold
Platzkein zusätzliches Gerät34 × 30 × 19 cm, 3,94 kg46,9 × 43,1 × 28 cm
Anschaffungnur der Steinuntere Preisklassemittlere Preisklasse

Quellen: Herstellerseiten und -anleitungen von Ariete und Unold, Wikipedia „Baking stone“, abgerufen am 22.10.2026. Eigene Messungen haben wir nicht.

Favorit TischofenAnzeige

Ariete

Ariete 909

Der klassische Tisch-Pizzaofen: Steinplatte unten, Haube oben, 1.200 W und bis 400 °C laut Hersteller.

Warum hier: Er ist der kleinste Schritt vom Backofen zum eigenen Pizzaofen: laut Hersteller bis 400 °C, 1.200 W, Steinplatte mit 32 cm inklusive Rahmen und nach dem Backen im Schrank verstaut.

Ideal für: Einsteiger, die ohne großen Aufbau frische und TK-Pizza auf dem Küchentisch backen wollen

Stärken

  • Bis 400 °C und 1.200 W laut Hersteller – genug für Pizza in wenigen Minuten
  • Leicht (3,94 kg) und klein genug für jeden Schrank
  • Feuerfeste Steinplatte mit Antihaft-Behandlung laut Hersteller, zwei Edelstahl-Spatel dabei

Schwächen

  • Nur fünf feste Garstufen, keine getrennte Ober- und Unterhitze
  • Steinplatte rund 32 cm inklusive Metallrahmen – große Pizzen passen nicht
  • Kein Sichtfenster: Zum Nachsehen muss die Haube hoch

Die Unterschiede Punkt für Punkt

Temperatur

Das ist der entscheidende Unterschied. Ein Haushaltsbackofen kommt auf 250 bis 300 °C, daran ändert auch der Stein nichts. Tischöfen mit Haube erreichen laut Hersteller 400 °C (Ariete 909, G3 Ferrari Delizia) oder 420 °C (G3 Ferrari Pummarola), Hochtemperatur-Geräte 450 °C (Unold Luigi, Ooni Volt 2) bis 500 °C (Unold Enzo). Für neapolitanischen Stil nennt die g.t.S.-Spezifikation rund 485 °C am Boden bei 60 bis 90 Sekunden. Welche Temperatur welcher Stil braucht, erklärt Pizzaofen-Temperatur.

Hitze von oben

Im Backofen ist der Stein heiß, der Raum darüber aber groß. Im Pizzaofen sitzt der obere Heizstab wenige Zentimeter über der Pizza – beim Unold Luigi ist der Backraum laut Unold nur rund 9 cm hoch. Dadurch garen Rand und Belag in derselben kurzen Zeit wie der Boden. Beim Luigi und anderen Hochtemperatur-Öfen lassen sich Ober- und Unterhitze getrennt einstellen.

Vorheizen und Strom

Ein Stein im Backofen braucht lange, bis er durchgeheizt ist; die englischsprachige Wikipedia nennt für manche Bäcker mindestens 45 Minuten. Der Ofen läuft dabei mit seiner vollen Leistung. Ooni gibt in einem Ratgeber an, ein normaler Backofen nutze 2.000 bis über 3.000 W, der Volt 2 dagegen 1.600 W – eine Werbeaussage des Herstellers. Elektro-Pizzaöfen haben 1.200 bis 2.200 W, Tischöfen sind laut Ariete und G3 Ferrari nach etwa 10 Minuten bereit. In Kilowattstunden rechnet die Seite Stromverbrauch eines Elektro-Pizzaofens.

Platz und Alltag

Der Stein liegt im vorhandenen Backofen und braucht keinen Stellplatz. Ein Tischofen wie der Ariete 909 misst laut Hersteller 34 × 30 × 19 cm und passt danach in den Schrank. Hochtemperatur-Öfen wie der Unold Luigi brauchen dagegen einen festen Platz; die Produktseite nennt 46,9 × 43,1 × 28 cm und 15,2 kg.

Pizzagröße

Im Backofen passt jede Pizza, die auf deinen Stein passt, oft auch ein Blech. Elektro-Pizzaöfen begrenzen die Größe: Die Tischöfen haben laut Hersteller 31 bis 32 cm Stein, der Unold Luigi ist laut Anleitung für Pizzen bis 30 cm gedacht.

Pizzastein im Backofen richtig nutzen

  • Langsam aufheizen: Lege den Stein in den kalten Backofen und heize beides zusammen auf. Laut Wikipedia verhindert langsames Aufheizen, dass der Stein durch den Temperaturschock bricht.
  • Im Ofen abkühlen lassen: Auch nach dem Backen bleibt der Stein im Ofen, bis er kalt ist.
  • Nicht in die Pyrolyse: Die Selbstreinigung heizt laut Wikipedia auf bis zu 600 °C. Nimm den Stein vorher heraus.
  • Kein Spülmittel: Der poröse Stein nimmt Spülmittel auf. Wikipedia rät zu Bürste und heißem Wasser, Unold und G3 Ferrari verbieten Spülmittel auch für die Steine ihrer Pizzaöfen. Mehr unter Pizzastein reinigen.
  • Material: Cordierit, Schamott und Biscotto verhalten sich unterschiedlich. Die Unterschiede zeigt Pizzastein: Cordierit, Schamott oder Biscotto.

Nimm den Backofen mit Stein, wenn …

  • du nur ab und zu Pizza backst,
  • du vor allem Tiefkühlpizza oder Blechpizza machst – dafür arbeiten selbst die Pizzaofen-Programme mit 205 bis 340 °C,
  • du keinen Platz für ein weiteres Gerät hast,
  • du große oder eckige Pizzen backen willst.

Nimm einen elektrischen Pizzaofen, wenn …

  • du regelmäßig frischen Teig backst und einen hohen, gefleckten Rand willst,
  • du mehrere Pizzen an einem Abend hintereinander backen willst,
  • du Ober- und Unterhitze getrennt steuern möchtest,
  • du kurze Backzeiten von 2 bis 5 Minuten willst.

Schnell gewählt

Fazit

Der Pizzastein im Backofen ist die richtige Wahl für gelegentliche Pizza und für alle, die keinen Platz haben. Er verbessert den Boden, aber nicht die Temperatur. Wenn du merkst, dass dir 250 bis 300 °C nicht reichen, ist der Ariete 909* der einfachste Einstieg; mehr Hitze und Kontrolle bietet der Unold Luigi*. Alle Tischöfen stellt Tisch-Pizzaofen elektrisch vor, die Küchen-Geräte mit 450 °C Pizzaofen für zuhause. Ob sich der Kauf für dich rechnet, beantwortet Lohnt sich ein elektrischer Pizzaofen?; alle Bauarten im Überblick zeigt die Startseite.

Fragen & Antworten

Was ist besser, Pizzastein oder Pizzaofen?

Für hohe Temperatur der Pizzaofen: Ein Haushaltsbackofen kommt auch mit Stein nur auf 250 bis 300 °C, ein elektrischer Tischofen laut Hersteller auf 400 °C, Hochtemperatur-Geräte auf 450 bis 500 °C. Der Stein im Backofen braucht dafür kein neues Gerät und keinen Stellplatz. Wer selten backt, kommt mit dem Stein aus; wer oft frischen Teig backt, profitiert vom Pizzaofen.

Wie lange muss ein Pizzastein im Backofen vorheizen?

Deutlich länger als der Backofen selbst, weil der Stein viel Wärme speichern muss. In der englischsprachigen Wikipedia ist von mindestens 45 Minuten die Rede, die manche Bäcker den Stein im Ofen aufheizen. Maßgeblich ist die Anleitung deines Steins. Zum Vergleich: Tischöfen wie der Ariete 909 sind laut Hersteller nach etwa 10 Minuten auf höchster Stufe bereit.

Darf der Pizzastein bei der Pyrolyse im Backofen bleiben?

Nein. Bei der Pyrolyse-Selbstreinigung heizt der Backofen laut Wikipedia auf bis zu 600 °C. Die englischsprachige Wikipedia rät, den Stein dabei wegen der schnellen Temperaturwechsel nicht im Ofen zu lassen. Nimm ihn vorher heraus und beachte die Hinweise in der Anleitung von Backofen und Stein.

Wird Pizza im Backofen mit Stein so gut wie im Pizzaofen?

Der Boden wird mit Stein knuspriger, weil der poröse Stein Feuchtigkeit aufnimmt und viel Wärme speichert. Die Temperatur bleibt aber bei 250 bis 300 °C. Für neapolitanischen Stil nennt die g.t.S.-Spezifikation rund 485 °C am Boden und 60 bis 90 Sekunden Backzeit – das erreicht ein Haushaltsbackofen nicht, ein Hochtemperatur-Pizzaofen kommt nahe heran.

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Kaufberatung elektrische Pizzaöfen

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